Donnerstag, 8. Dezember 2016

Rezension GUT & BÖSE "Ausgegrenzt" von Julian Föhlich

Bei diesem Buch hat mich schon der Titel interessiert. GUT & BÖSE, da fragt man sich schon im Vorfeld, was meint der Autor damit, worauf spielt er an. Das Cover verrät nicht davon. Zwischen den den beiden Wörtern eine brennende Rose.

Nun ja.

Die Geschichte spielt in einer nahen Zukunft. Eine Zukunft, in der eine Mauer um Europa gezogen wurde. Eine Zukunft in der NEO, Neue Europäische Organisation, die heutige Strafverfolgung ersetzt. Aber auf beiden Seiten der Mauer leben Menschen. Auf der einen Seite ausgegrenzte, welche bei einem Gehirnscan als Böse und Gewalttätig deklariert wurden. Auf der anderen Seite die Menschen, die laut Gehirnscan keine Veranlagung zum Bösen und Gewalttätigen haben.

Doch ist dies wirklich so? Nein!

Auf einer Insel, welche von einer stähleren Mauer umgeben ist, werden Gewaltverbrecher ausgesetzt. Unter diesen ist auch absolut sadistischer Mörder. Dieser bringt einige von ihnen um und stellt sie auf sadistische Weise zur Schau. Als bei den Überwachungen der NEO keine Bewegungen auf der Insel festgestellt werden, wird ein Kommando unter der Leitung von Oberfeldwebel Samuel Sanders hingeschickt um die Anzahl der Verbrecher zu kontrollieren. Dort angekommen werden sie mit dem Anblick grauenhaft zugerichteter Leichen konfrontiert.
Doch beim durchzählen stellen sie fest, dass einer fehlt. Der schlimmste und gewalttätigste von ihnen, Xavier. Bei der Suche verlieren sich Sanders und sein Behrens, welcher auch zu dem Kommando gehört, aus den Augen und als er ihn wieder findet, ist dieser wie verwandelt. Was Sanders nicht weiß, sein Freund ist in eine Falle getappt und wurde ermordet. Brutel und hinterrücks von Xavier ermordet. Xavier nimmt Behrens Identität an, da er die gleiche Grösse hat  und die Uniform passt. Sein Gesicht macht er mit einigen Kratzern etwas unkenntlich und den Identitätschip von Behrens, den nun jeder hat, schiebt er sich unter die Haut.

Xavier, der nun als Behrens auftritt, vertreibt Behrens Frau und lässt sich in eine geheime Aussenstelle versetzen. Dort trifft er auf einen Computerfreak und eignet sich das Wissen an, ein Gerät zu bauen mit dem man den Gehirnscan manipulieren kann. Dies wird Sanders zum Verhängnis, denn bei einer Überprüfung der Aussenstelle auf der Suche nach seinem Freund Behrens, wird er unfreiwillig einem manipuliertem Gehirnscan unterzogen und wird auf die andere Seite der Mauer abgeschoben.

Nun fängt der Kampf ums Überleben und wieder zurück kommen an. Wird er es schaffen? Bleibt er alleine bei seinen Bemühungen oder werden noch mehr hochrangige Offiziere durch den manipuliertem Gehirnscan ausgesondert?


Fazit:
Das Buch ist in einem guten Stil geschrieben. Der Stil ist flüssig und dadurch wird man in der Geschichte gefesselt. Das Thema zwingt einen zu überlegen, ob dies wirklich irgendwann passieren könnte. Ein Scan durch den Gut und Böse getrennt werden kann? Sind Menschen, deren Gehirn die Möglichkeit Böse zu sein anzeigen, wirklich böse? Muss jeder mit der Veranlagung dazu, es auch sein oder werden? Ich finde, dieses Thema wird gut dargestellt. Es wird gezeigt, dass auch Maschinen zu manipulieren sind und dadurch Unschuldige zu Schuldigen gemacht werden.

Das Buch ist unter der ISBN 978-3-944824-61-1 bei www.va-verlag.de zu finden.

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